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Artikelhinweis: "Ich.werde.tanzen."

Erfahrungsberichte von Betroffenen, die bereits Psychopharmaka abgesetzt haben
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Team PsyAb
Team
Beiträge: 426
Registriert: vor 9 Monate

Artikelhinweis: "Ich.werde.tanzen."

In ihrem Blog Ich.werde.tanzen. beschreibt Karina in eindringlichen Worten ihr Leben im protrahierten (nachgelagerten) SSRI-Entzug.

Karina hatte wegen einer "Panikstörung" sieben Jahre Citalopram eingenommen. Nach dem Absetzen ging es ihr für einige Monate gut, bis dann von einem Moment auf den anderen eine schwere Entzugssymptomatik einsetzte.

Sie konnte quasi nichts mehr, konnte nicht mehr alleine sein, hatte schwere Zwangsgedanken.
Nach einer Wiedereinnahme verschwanden die Symptome wieder. Nach dem erneuten Absetzen traten mit einigen Monaten Zeitverzögerung wieder schwerste Entzugssymptome auf. Eine erneute Wiedereindosierung brachte keinen Erfolg.

Was folgte war ein schweres jahrelanges protahiertes Entzugssyndrom.


Karina schreibt:
"Ich kann euch eines mit ziemlicher Sicherheit sagen: Der Entzug ist wirklich das Grausamste was man sich vorstellen kann.
Die Symptome sind so bizarr und gespenstig, dass sie dir wortwörtlich den Boden unter den Füßen wegreißen. Nichts ist mehr sicher, alles bedeutet Gefahr und das Einzige worauf man hoffen kann ist die Zeit. Das bedeutet du musst es aushalten. Du musst da durch. Nur so geht es irgendwann vorbei".
Quelle: 1. Februar 2016 von ichwerdetanzen


In ihrem Blog berichtet sie über ihren langen Heilungsweg.
Mittlerweile geht es ihr wieder gut. In einem Kommentar zu ihrem letzten Beitrag schreibt sie:
"Mir geht es viel, viel besser. Ich bin zwar hier und da noch angeschlagen, nicht mehr so Stressresistent und belastbar, aber der Entzug ist nur noch gaaaaaaanz selten Thema in meinem Kopf. Es stimmt also tatsächlich: Es hört auf. Auch wenn es lange dauert, es hört auf"
Quelle: 6. März 2018 von ichwerdetanzen
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